Neues aus der Vermögens­verwaltungs­werkstatt

Einmal im Monat informieren wir Sie hier kurz und knapp über die wichtigsten Entwicklungen auf den Märkten.

02.07.2020

Der Kampf zwischen erfreulichen Konjunkturdaten und negativen Meldungen zur Coronavirus-Pandemie erreichte in den zurückliegenden Tagen einen neuen Höhepunkt. Die letzte Juni Woche startete fulminant. Dieses Mal waren es nicht US-Daten, die positiv überraschten, sondern Zahlen der Eurozone.
Der Composite-Einkaufsmanagerindex schoss von 31,9 auf 47,5 Punkte nach oben und übertraf die Erwartungen. Zu Verbesserungen kam es erwartungsgemäß insbesondere in den Dienstleistungssektoren.
Noch eins darauf setzte das ifo-Barometer. Hier legten vor allem die Geschäftserwartungen kräftig zu. Mit 91,4 Punkten (nach 80,1) sind sie nahe an das Vorkrisenniveau vom Januar (92,8 Punkte) herangerückt. Besonders stark fiel der Umschwung im Fahrzeugbau aus, dessen Stimmung sich nach dem völligen Lock-down im April wieder merklich aufgehellt hat.
All dies sind klare Belege, dass die Belebung aus dem Konjunkturtief dynamisch erfolgt und die expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie die Lockerungsmaßnahmen positive Wirkung entfalten.
Die Furcht vor einem neuerlichen Lockdown in den USA beendete die Feierlaune an den Börsen bereits wieder zur Wochenmitte. Hinzu kamen Meldungen über mögliche zusätzliche US-Strafzölle auf europäische Produkte (als Vergeltung für die Airbus-Subventionen). Die Aktienmärkte gaben daraufhin die Gewinne der Vortage wieder ab.
Die Neuinfektionszahlen in den USA sind steil nach oben gerichtet und haben am vergangenen Donnerstag (25.06.) mit rund 40.000 einen neuen Höchststand markiert. Dabei handelt es sich aber nicht um die zweite Welle. Vielmehr ist es in den meisten südlichen Bundesstaaten (Florida, Texas, Arizona, Kalifornien, Georgia, South Carolina) nach wie vor die erste Welle, die zuletzt Schwung gewonnen hat.
Diese Fortsetzung des Aufwärtstrends bei den Neuinfektionen und die Spekulation auf eine hohe Dunkelziffer in den USA und die damit verbundenen möglichen Auswirkungen halten die Kapitalmärkte nach wie im Zaun.
Texas und Florida haben bereits reagiert und nicht nur geplante Lockerungsschritte ausgesetzt, sondern auch neue Kontaktbeschränkungen verhängt. Apple schließt wieder Geschäfte und Disneyland verschiebt die Wiedereröffnung seiner Freizeitparks.
Zieht man ein Fazit zu den vergangenen Tagen, ist das Infektionsgeschehen in den USA mittlerweile zum Hauptrisikofaktor der Weltwirtschaft und damit auch der Finanzmärkte avanciert. Wie oben erwähnt, deutet vieles darauf hin, dass der Trend der Neuinfektionen vorerst aufwärtsgerichtet bleibt.

Smart Balance
Die konstanten Investitionsquoten sorgen dafür, dass das Konzept an der Erholung der Kapitalmärkte partizipieren kann.
Unsere Faktorrotation (Entscheidung zur Gewichtung der einzelnen Faktoren) haben wir unverändert beibehalten. Sie hat in den vergangenen Wochen weiter zu einer Outperformance gegenüber der Aktienbenchmark (MSCI World) beigetragen.
In unserem Basisinvestment in den Schwellenländern (Emerging Markets) haben wir die Ausrichtung verändert. Der Investmentfokus liegt hier aktuell verstärkt auf der chinesischen Volkswirtschaft, die bereits wieder einen deutlichen Nachfrageanstieg vermelden konnte.

Premium Select
Durch die beachtliche Aufholung der Kursrückgänge in den vergangenen Wochen ist bereits viel Positives vorweggenommen, so dass es zwischenzeitlich durchaus wieder zu Rückschlägen kommen kann.
Daher bleiben wir im Aktiensegment defensiv aufgestellt und in Branchen und Themen investiert, bei denen wir der Überzeugung sind, dass sie die aktuellen Herausforderungen am besten meistern werden. Hierzu gehören: Healthcare, Technology, Infrastructure und Food.
Zudem investieren wir weiter in Teilschutzzertifikate, die bei den aktuellen Marktgegebenheiten ein attraktives Chance-/Risiko-Verhältnis bieten.