Neues aus der Vermögens­verwaltungs­werkstatt

Einmal im Monat informieren wir Sie hier kurz und knapp über die wichtigsten Entwicklungen auf den Märkten.

25.03.2020

Seit Mitte Februar hat die Corona Epidemie die Kapitalmärkte „infiziert“.
In Folge trennten sich Investoren weltweit von ihren Aktienengagements und beschleunigten damit die Talfahrt der Börsen rund um den Globus.
Auch der Renten- und Immobilienmarkt kommt an der Börse teils massiv unter Druck. Nicht mal die Krisenwährung Gold kommt ihrem Ruf als sicherer Hafen nach.

Europa entwickelte sich in der zurückliegenden Woche zum globalen Epizentrum der Corona-Epidemie. Das Virus bringt große Teile des sozialen und wirtschaftlichen Lebens in den betroffenen Ländern nahezu zum Erliegen.
Viele nationale Regierungen ergriffen in den zurückliegenden Tagen bereits drastische Maßnahmen, um der Verbreitung der Infektion entgegenzutreten.
An den internationalen Aktienmärkten setzte sich vor diesem Hintergrund der Abwärtstrend fort, da sich die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt kaum realistisch abschätzen lassen.
Selbst die monetären Interventionen der großen Notenbanken Fed und Europäische Zentralbank schafften es nicht, die Gemüter der Anleger zu beruhigen.

Das Wort „historisch“ fällt in der Coronakrise oft – der 25.03.2020 ist wieder so ein Tag:
In Washington haben sich Republikaner und Demokraten auf ein fast zwei Billionen Dollar schweres Paket geeinigt inklusive Einmalzahlungen von 1.200 Dollar für jeden Bürger. Der Dow Jones reagierte mit dem größten Kurssprung seit 1933.
Auch unser heimischer DAX kletterte im zweistelligen Prozentbereich und lässt Anleger zunächst einmal durchatmen. In Berlin winken heute die Abgeordneten, die zur Beschlussfähigkeit des Bundestags nötig sind, unter anderem den 600 Milliarden Euro schweren Schutzschirm für größere Unternehmen im Eilverfahren durch, setzen die im Grundgesetz vorgeschriebene Schuldenbremse aus und stärken die Befugnisse des Bundes beim Infektionsschutz.

Doch ob diese Beschlüsse und diese Summe am Ende ausreichend sind, um die jeweilige Volkswirtschaft gut durch diese Krise zu manövrieren, das ist und bleibt ungewiss. Und nichts ist schlimmer für die Börse als Ungewissheit.

Premium Select:

Durch einige Verkäufe von zyklischen Investments auf der Aktienseite haben wir im Management der negativen Dynamik an den Märkten Rechnung getragen. Unsere Kernquote liegt inzwischen im defensiven Bereich, um mögliche weitere Kursverluste klar begrenzen zu können.
Ein Sicherheitsbaustein unserer Aktienportfoliokonstruktion besteht aus Teilschutzzertifikaten. In diesem Baustein nutzen wir aktuell das attraktive Niveau des Volatilitätsbarometers, um uns gute Ertragsmöglichkeiten unter vertretbaren Risikoszenarien zu sichern.
Unser Rentenportfolio haben wir, nach bisher bekannten Erkenntnissen aus dieser Krise, analysiert und sind zum Entschluss gekommen, dass wir bislang keine Veränderungen vornehmen müssen. Die Konstruktion ist in der Lage, den Druck, der aktuell auch auf diesem Marktsegment lastet, zu überstehen.

Smart Balance:

Der implementierte Rebalancing-Prozess, der je nach Depottyp eine konstante Aktienquote garantiert, führte zur Monatsmitte dazu, dass in den Aktienmarkt nachinvestiert wurde.
Dieses Rebalancing erfolgte aus der vorgehaltenen Liquidität, sodass keine Verkäufe auf der Rentenseite notwendig waren.
Die seit Juli 2019 eingenommene Faktorrotation zu Gunsten der Faktoren „Low Volatility“ und „Quality“ wurde beibehalten. Die zyklisch anfälligeren Faktoren „Size“ und „Value“ sind weiterhin untergewichtet. Der Faktor „Momentum“ überzeugt nach wie vor mit positiven Signalen bei der Bewertung der relativen Stärke und ist daher weiter über neutral gewichtet.